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Ausgezeichnet von der hr2-Hörbuchbestenliste(Juni 06)
Hans Peter Richter
Damals war es Friedrich
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gelesen von Michael Degen
Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in dieselbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie Freunde, und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude, und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn und seine Familie. Friedrichs Freund kann ihm von Tag zu Tag weniger zur Seite stehen, da er selbst dem Zwang dieser Zeit ausgeliefert ist. Langsam gleitet die Geschichte (1925-1942) aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel. Spieldauer: 220 Minuten Saxophon: Uli Lettermann
Damals war es Friedrich
Hörbuch
3 CDs
ISBN 978-3-937337-16-6
19,90 €
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 Michael Degen
So eindringlich wie Richter seine Geschichte erzählt hat, liest sie der Schauspieler Michael Degen. Vielleicht hat es nicht zuletzt mit seiner eigenen Überlebens-Erfahrung zu tun, dass nichts auf dieser Einspielung nach den sattsam bekannten Floskeln unserer Erinnerungskultur klingt.
LITERATOUREN 7/8 2006
"Friedrich" ist der Name eines jüdischen Jungen, mit dem der Ich-Erzähler in einer nicht namentlich genannten deutschen Großstadt aufwächst. In 32 Episoden berichtet er als Zeitzeuge von dem Schicksal einer jüdischen Familie zwischen Hitlers Machtübernahme und dem totalen Krieg. Jede Episode belegt einen Track und ist mit Hilfe des Beiblatts genau auf den 3 CDs auffindbar. Die historischen Ereignisse wie z.B. die Nürnberger Gesetze von 1935 oder die Pogromnacht von 1938 werden mehr angedeutet als geschildert, das angepasste Verhalten der opportunistischen Parteimitglieder klingt echt, dafür aber um so peinlicher. Damals war es Friedrich, heute könnte es ein Türke oder ein Behinderter sein - die Grundeinstellung der breiten Masse hat sich kaum geändert und wird mit Recht, wenn auch nur leise, kritisiert. Der Sprecher (Michael Degen) trifft den Ton der erzählten Zeit, ohne in ihr Pathos zu verfallen. Das Werk kann als Beitrag zur Bewältigung der Vergangenheit allen empfohlen werden.
BORROMÄUSVEREIN / SCHAU HIN 11/2006
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